Es geht im Leben nicht darum, zu warten, dass das Unwetter vorbeizieht. Es geht darum, zu lernen, im Regen zu tanzen.
Zig Ziglar

Alles in der Natur strebt nach einer Balance und Schwingungsfähigkeit. Dies gilt insbesondere für den statischen Aufbau des Körpers und das freie Bewegungsspiel seiner Muskeln, Bänder und Gelenkstrukturen. Eine lotgerechte Aufrichtung des Menschen ist die Vorraussetzung für eine harmonische Schwingungsfähigkeit des Körpers. In einer ganzheitlichen – wir nennen es systemische Betrachtung – steht nicht nur das einzelne Symptom im Mittelpunkt, sondern der Körper, seine Haltung und seine Bewegung als Ganzes. Als Beispiel: Die Wechselbeziehung von Kopf- und Nackenverspannung mit Schmerzen im unteren Rumpfbereich lassen sich oftmals erst nach einer Analyse der Körperstatik verstehen.

Ein ganzheitsmedizinisches Konzept erfordert die Integration verschiedener medizinischer Sichtweisen. In der chinesischen Medizin wird der freie Fluss des Qi betrachtet. In der Osteopathie betrachten wir Bewegungsfähigkeit des Körpers, in der Psychologie seelische Schwingungsfähigkeit.

Der erwachsene Mensch hat ein Gerüst aus 206 Knochen. Idealerweise ist die Gewichtsbelastung auf alle Gelenkflächen gleichmäßig verteilt. Eine lotgerechte Aufrichtung des Menschen ist die Vorraussetzung für eine harmonische Schwingungsfähigkeit des Körpers und sein optimales Gelenkspiel.

Eine Asymmetrie bedingt in vielerlei Hinsicht ein Ungleichgewicht. Im medizinischen Sinne bedeutet dies: Spannung, Schonhaltung, Schmerz oder Krankheit. Das Gleichgewicht kann grundsätzlich durch Gelenkfehlstellung, Muskel- und Bandverkürzung aber auch durch emotionale oder traumatologische Einflüsse gestört sein.

Diese Möglichkeiten sollten in alle diagnostischen Überlegungen mit einfließen.

Unsere Erfahrung zeigt,

  • dass bei einem Großteil von chronischen Schmerzpatienten eine erhebliche Fehlstatik des Körpers mit Atlas-Fehlstellung, Kiefer-Asymmetrie und Beckenschiefstand besteht. Diese Veränderungen bedingen sich wechselseitig. Es bedarf Erfahrung und genauer Diagnostik die verschiedenen Einflussgrößen zu erkennen.
  • Wir wissen, dass die Stellung der oberen drei Halswirbel und die Kieferstellung eine sehr starke Dynamik auf die Körperhaltung bewirken. Eine dogmatische Hierarchie der Einflussgrößen (manche meinen nur den Kiefer / Biss, andere nur den Atlas behandeln zu müssen) sehen wir nicht zwingend.
  • Bestimmte Blockaden führen zu typischen und definierbaren Verwringungen und Spannungsketten im Körper. Wir sehen es als unsere Aufgabe, diese Systematik wissenschaftlich zu beschreiben.