
Erfahrung ist der Anfang aller Kunst und jedes Wissens.
Aristoteles
Ausbildung: Systemischer Atlastherapeut / Atlastherapeutin für Ärzte und Heilpraktiker
Die Ausbildung zur systemischen Atlastherapie bietet einen tiefgehenden Einblick in ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das neurophysiologische und biomechanische Ansätze wirkungsvoll miteinander verknüpft.
Eine Atlasblockade und Irritationen in der oberen HWS sind in den Regel mit komplexen und vielschichtigen Auswirkungen auf den Körper verbunden. In der Ausbildung, zur systemischen Atlastherapie geht es also nicht nur um eine Korrektur des Atlaswirbels, sondern um ein umfassendes Konzept, welches die gesamte Körperstatik vom Kopf bis zum Fuß und darüber hinaus neurologische, vegetative und psychische Auswirkungen mit einbezieht.
Fallorientierte Ausbildung
Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist der fallorientierte Ansatz. Die Teilnehmenden lernen, in ihrer eigenen Praxis an ihren eigenen Patienten einen sicheren diagnostischen Zugang und erlernen neue therapeutische Techniken. Durch die Ausbildung in einer Eins-zu-Eins-Situation am konkreten Patienten können die Teilnehmer immens vom Erfahrungswissen des Profis profitieren. Durch diese methodische Herangehensweise werden die Teilnehmenden optimal auf die Herausforderungen des klinischen Alltags vorbereitet.
In der Ausbildung ist es unser Ziel, nicht nur die behandlungstechnischen Aspekte zu vermitteln, sondern auch das über Jahre gesammelte Erfahrungswissen in die Ausbildung einfließen zu lassen.
Hospitation
Vor Beginn der Ausbildung sollte jeder Teilnehmer/in eine einstündige Hospitation in der Atlastherapiepraxis in Bremen absolvieren. Diese Hospitation bietet die Möglichkeit, an der Diagnostik und Behandlung von mehreren Patientinnen und Patienten mit typischen Krankheitsbildern teilzunehmen und vermittelt eine Vorstellung von dem Therapieverfahren und seiner Wirkungsweise.
Die Hospitation ist kostenlos.
Auf dieser Grundlage kann eine Ausbildungsvereinbarung getroffen werden.
Unterrichtsformat
Die Ausbildung findet überwiegend – Inhome – in der Praxis oder in der Klinik der Teilnehmer mit Einbezug dortiger Patienten statt. Anhand dieser konkreten Fälle vermittelt der Ausbilder praxisnah die Untersuchungstechniken, die theoretischen Inhalte sowie die technischen Aspekte der Behandlung.
Ausbildungseinheiten:
Jede Ausbildungseinheit hat in der Regel eine Dauer von drei Stunden. Um die Ausbildungsinhalte effizient zu vermitteln, können maximal ein bis drei Teilnehmende an einer Einheit teilnehmen. Es wird empfohlen, das erlernte Wissen über einen Zeitraum von mehreren Wochen kontinuierlich anzuwenden und zu trainieren. Erfahrungsgemäß umfasst der Abschluss der Ausbildung zwischen sechs und acht Einheiten.
Das Behandlungshonorar (Rechnungsstellung) für Untersuchungen, Vorbehandlungen (wie Akupunktur und Wärmeanwendungen) sowie manualtherapeutische Behandlungen am vorgestellten Patienten wird über die Praxis des Auszubildenden abgerechnet. So besteht die Möglichkeit, die Ausbildungskosten eigenständig zu generieren.
Die Dauer der Ausbildung variiert je nach individuellen Vorerfahrungen, Grundwissen und der Fähigkeit, die Techniken erfolgreich umzusetzen.
In Absprachefällen ist eine Teil- / Ausbildung in der Arztpraxis Bredenbeck in Bremen möglich.
Kontakt unter Tel: 0421 – 4600440 oder bredenbeck@mediz-bremen.de
Ausbildungsablauf:
Stufen der Ausbildung:
Stufe 1: Grundlagen der Diagnostik
Es werden Patienten und Patientinnen mit für Atlas-Blockade typischen Beschwerden vorgestellt und gemeinsam ausführlich untersucht. Das Krankheitsbild / Syndrommuster wird anschließend analysiert und diskutiert. Hierbei wird es wichtig sein zu vermitteln, dass eine Kopfgelenksblockade verschiedenste klinische Bilder von Kopfschmerzen, statischen Auswirkungen bis hin zu schwerwiegenden neurologischen und psychischen Auswirkungen haben kann. Ziel ist es die Vorgehensweisen in Diagnostik, Untersuchungstechniken und Differenzialdiagnostik sauber zu beherrschen.
Stufe 2: Vorbereitung der Atlastherapie
In der zweiten Stufe liegt der Fokus auf der Vorbereitung der Atlastherapie. Hierzu gehören essentielle Themen wie Patientenaufklärung, kommunikative Strategien, Methoden zur Muskeltonus-Verringerung, Wärmeanwendungen, Ohrakupunktur und Synchronisationstechniken. Diese Aspekte sind entscheidend, um eine erfolgreiche Therapie einzuleiten.
Stufe 3: Atlas-Repositionstechnik und MobilisierungIn der dritten Phase erwerben die Teilnehmenden die Fähigkeiten zur Atlas-Repositionstechnik sowie zu Mobilisierungstechniken für weitere Körperebenen.
Das Erlernen dieser Kunst, die viel Feingefühl, Präzision und handwerkliches Geschick erfordert ist Kernthema der Ausbildung.
Stufe 4: Verlauf und interdisziplinäre Zusammenarbeit
In der abschließenden Phase der Ausbildung lernen die Teilnehmenden, die Verlaufsformen nach einer Atlastherapie zu beurteilen und zu begleiten. Hierbei werden die relevanten Co-Faktoren des Krankheitsbildes thematisiert sowie die Notwendigkeit interdisziplinärer Kooperation mit Fachleuten wie Zahnärzten, Kieferorthopäden, Neurologen, Psychotherapeuten, Optikern und Physiotherapeuten diskutiert.
